Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Frau Dr. Püchner, Kreisvorsitzende der Europa Kommission die Anwesenden und erzählte etwas über das Gustav-Siegle-Haus, dessen Geschichte und über die EU. Es waren viele Politiker und andere wichtige Leute da, unter anderem auch Konsule aus Ungarn, Rumänien und Italien, welche die Hauptgewinne der Tombola gesponsert hatten.
An dem EU-Quiz nahmen von jeder der drei Stuttgarter Schulen (die Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule/Wirtschaftsgymnasium, das Paracelsus-Gymnasium Hohenheim und das Geschwister-Scholl-Gymnasium) 10 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 11 teil.
Bevor die drei Schulen beim Quiz gegeneinander antraten, gab es noch einen sehr schönen musikalischen Beitrag des Chors der Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule. Unter Begleitung ihres Musiklehrers am Klavier und eines Mitschülers, der trommelte, sangen 2 Schüler und 5 Schülerinnen „We are the world“.
Nach einer weiteren kurzen Ansprache begann das EU-Quiz.
Alle 3 Gruppen waren sehr gut vorbereitet und so hatten alle nach 10 Fragen 10 Punkte. Deshalb bekamen die Schüler dann Fragen zur EU gestellt, die sie noch nicht kannten. Hierbei gab es immer drei Antwortmöglichkeiten, zwischen denen sich die Teams bei einer kurzen Absprache entscheiden
mussten.
Schließlich machte das J.-F.-v.-C.-Gymnasium den 1. Platz. Das GSG und das Paracelsus-Gymnasium bekamen noch drei weitere Fragen gestellt bis sich das GSG schließlich den
2. Platz sichern konnte.
Die Erstplatzierten entschieden sich für eine Reise nach Ungarn, die Schüler des GSG wählten die Reise nach Rumänien und die 3. Sieger bekamen eine Reise nach Italien.
Diese Reisen sollen die europäische Jugendbegegnung unterstützen, denn die deutschen Schülerinnen und Schüler mit ihren ungarischen, rumänischen oder italienischen Gastgebern eine Woche verbringen, sich kennen lernen, den Alltag erleben …
Alles in allem war die Veranstaltung wirklich sehr lustig, die 3 Teams wurden tatkräftig von ihren Schulen unterstützt und die gute Vorbereitung hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Nach dem Quiz sprach der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Dr. h.c. Erwin Teufel. Er eröffnete seine Rede mit einem Lob an die Schüler, die am Quiz teilgenommen hatten.
Das Thema seiner Rede war „Baden-Württemberg – ein starker Partner in Europa“.
Aus dieser Rede erfuhr man viel über die Entwicklung Baden-Württembergs und den momentanen Stand, so ist zum Beispiel den wenigsten bewusst, dass Baden-Württemberg würde es denn als eigenes Land mitgezählt beim Bruttoinlandsprodukt auf dem 7. Platz läge.
Das Handelsvolumen Europas ist heute außerdem größer als das der USA.
Darüber hinaus erzählte Herr Teufel auch, dass Deutschland und Europa aus der Geschichte gelernt hätten. Der Beitritt der meisten mittel- und osteuropäischen Staaten hat zwar insgesamt 15 Jahre gebraucht (ab 1989), dafür hat Europa die bisher längste Friedensperiode die es jemals gab.
Jedoch ließ er Lücken im politischen System Europas nicht unter den Tisch fallen und machte klar, dass noch längst nicht alles perfekt läuft.
Auch eines der wohl wichtigsten Zitate des Abends brachte er gegen Ende seiner Rede, so meinte er: „Man erreicht die Herzen der Menschen nicht durch Paragraphen und Vorschriften.“
Zum Schluss kam er noch auf die inzwischen sehr gute Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich zu sprechen und meinte, er hoffe, dass diese sich halten würde.
Nachdem Herr Teufel seine Rede beendet hatte, konnten auch noch Michael Fernbach, der rumänische Vizekonsul, der ungarische Honorarkonsul Rolf Kurz und der Landesgeschäftsvorsitzende der Europa-Union, Hans-Dieter Teske, ihr Grußwort an die Anwesenden und den ehemaligen Ministerpräsidenten richten.
Nach der Veranstaltung gab es bei landestypischen Snacks und Getränke der drei beteiligten Staaten im Foyer des Gustav-Siegle-Hauses Gelegenheit sich auszutauschen. Zudem waren Informationsstände zu Ungarn, Rumänien und der Europäischen Union aufgebaut.
Von Mirca George und Lorena Raichle