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Mit dieser Frage setzten sich die Klassen 11a und 11c im Rahmen des erstmalig stattfindenden Aufsatzwettbewerbs des Stadtplanungsforums Stuttgart auseinander. Auch wenn sich die meisten Schülerinnen und Schüler davor noch keine grundlegenden Gedanken über den Denkmalschutz gemacht hatten, war die Auseinandersetzung mit diesem Thema fruchtbar: die Ergebnisse können sich sehen lassen!
Zunächst musste aber die Frage geklärt werden, was ein „Denkmal“ überhaupt ist. Denn nicht nur das Reiterstandbild Karls auf dem Karlsplatz oder Schillers Statue auf dem Schillerplatz sind Denkmäler, auch die Liederhalle, die Markthalle und der Killesbergpark stehen als Denkmäler unter Schutz. Denkmäler sind Zeitzeugen. Sie repräsentieren eine bestimmte Epoche, deren Kultur und Lebenswirklichkeit sie spiegeln. Denkmäler prägen den Charakter einer Stadt – was wäre Stuttgart ohne Schlossplatz und Fernsehturm?
Andererseits entstehen durch ihre Erhaltung und Pflege große Kosten. Außerdem ist dort, wo „alte“ Denkmäler stehen, kein Platz für neue Denkmäler, die der Stadt ein neues, jüngeres Gesicht geben könnten. Wie aber sähen Denkmäler aus, die die heutige Zeit, die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler widerspiegelten?
Mit dieser und anderen Fragen setzten sich die Schülerinnen und Schüler in ihren Aufsätzen auseinander und erörterten sie anhand eines Beispieles.
Tatkräftige Unterstützung bei ihrer Arbeit bekamen sie von Herrn Dipl. Ing. Kastner, dem Vorsitzenden des Stadtplanungsforums höchstpersönlich. An einem Nachmittag im Februar besuchte er das GSG, um hier einen sehr informativen und interessanten Vortrag über den Denkmalschutz im Allgemeinen und die Arbeit des Stadtplanungsforums im Besonderen zu halten. In der anschließenden Diskussion hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Fragen an ihn zu richten und Probleme mit ihm zu besprechen. Dabei wurde kontrovers diskutiert, z.B. über die gestalterische Qualität der neuen Decke der Stiftskirche und die Nutzung des Schlossplatzes während der WM 2006.
Nachdem am 30. März schließlich die fertigen Aufsätze gesammelt und eingereicht worden waren, blieb nur eine Frage offen: Wer wird gewinnen?
Die Preisverleihung fand am 13.07.07 im Stuttgarter Rathaus statt. Zunächst hielt Herr Dipl. Ing. Kastner, der Vorsitzende des Stadtplanungsforums eine kurze Ansprache. Danach richteten ein Lehrer des Schickhardt-Gymnasiums, ein Mitglied der Jury und die Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport, Frau Dr. Susanne Eisenmann (übrigens eine Ehemalige des GSG), das Wort an die Anwesenden. Bei der folgenden Preisverleihung wurde zugelangt: ganze vier der insgesamt sechs Preise gingen an Schülerinnen und Schüler der 11a und 11c! Eine reife Leistung!
Dr. Verena Kerting
Als Beispiel finden Sie hier einen der eingereichten Schüleraufsätze (bitte anklicken).